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Köster senkt durch Kuro das Projektrisiko spürbar

SFB Kalkulation & Planung
Kunde
Köster GmbH
Projekttyp
SFB Hoch- und Tiefbau
Anwendungsbereiche
SFB Kalkulation & Planung
Fokus
Widersprüche

Für Generalunternehmer entscheidet sich die Marge eines Projekts schon in der Kalkulation, lange bevor auf der Baustelle gebaut wird. Köster beschleunigt mit Kuro die Sichtung von Ausschreibungsunterlagen und identifiziert Risiken frühzeitig.

Die Ausgangslage

Die Köster GmbH aus Osnabrück ist als Generalunternehmer auf schlüsselfertiges Bauen spezialisiert. Das Unternehmen will weiter wachsen, doch Fachkräfte sind rar. 

Für einen Generalunternehmer steht die Marge eines Projekts in der Theorie schon fest, bevor auf der Baustelle der erste Spatenstich erfolgt. Je gründlicher das Team die Ausschreibungsunterlagen in der Kalkulation prüft, desto geringer das Risiko und desto sicherer der wirtschaftliche Erfolg.

Wie groß diese Aufgabe ist, zeigen die Zahlen: Projekte, die Generalunternehmer wie Köster bei Kuro anlegen, enthalten oft Dokumente in einem Umfang von im Schnitt 4.000 DIN-A4-Seiten. Bei den größten Projekten sind es über 100.000 Seiten.

„Ich sage immer, die Kollegen kriegen Wäschekörbeweise von Unterlagen und müssen sich das passende Kleidungsstück raussuchen. Dafür sind mir meine Leute zu schade. Sie sollen ihre Zeit lieber für eine bessere Preisbildung nutzen.“
Jörn Heger Chefkalkulator und Bereichsleiter Angebotsbearbeitung Schlüsselfertigbau

Erschwerend kam vor der Einführung von Kuro hinzu, dass Aktualisierungen kaum zu greifen waren: „Man kriegt immer alles nochmal, also die ganzen Gigabytes werden runtergeladen, obwohl sich vielleicht nur zehn von tausend Dokumenten verändert haben“, beschreibt Jörn Heger das Problem.

  • Riesige Datenmengen: Projekte umfassen im Schnitt Tausende Dokumente, bei Großprojekten über 100.000 Seiten.
  • Widersprüche im Datenberg: Bei Tausenden Dateien pro Projekt gingen einzelne Unstimmigkeiten schnell unter.
  • Redundante Arbeit: Bei jeder Aktualisierung wurden komplette Unterlagenpakete erneut heruntergeladen und gesichtet, weil kaum zu erkennen war, an welcher Stelle sich etwas geändert hatte.

Die Lösung

Kuro übernimmt bei Köster genau diese Aufgabe: Alle Projektunterlagen werden eingelesen, strukturiert und auswertbar gemacht – selbst bei mehreren tausend Dateien pro Projekt. Für Köster wurde die Plattform dabei an die eigene Fachsystematik angepasst: Mehr als 1.000 Fragen zu über 40 Gewerken, gemeinsam mit den erfahrensten Kalkulatoren erarbeitet, sortieren die Informationen automatisch vor.

„Kuro beantwortet uns nach dem Upload der Unterlagen unsere gängigsten Fragen direkt automatisch. Alles, was darüber hinaus interessant ist, findet das Team über die Stichwortsuche oder den KI-Chat.“
Jörn Heger Chefkalkulator und Bereichsleiter Angebotsbearbeitung Schlüsselfertigbau

Daneben gibt es den KI-Chat für alles, was sich nicht über die vordefinierten Fragen abdecken lässt. „Ich kann den Chat nach allem fragen, was in den Dateien enthalten ist“, sagt Berthold Sindermann, der in der Kostenschätzung arbeitet.

Das Raumbuch ist eng an die Modellarbeit gekoppelt: Über eine Schnittstelle zu Revit spielt Kuro die erkannten Qualitäten direkt zurück ins digitale Modell. „Kuro schlägt eine Brücke zwischen den Dokumenten auf der einen Seite und dem BIM-Modell auf der anderen Seite, indem es die Informationen aus den Dokumenten in maschinenlesbare Informationen überführt“, sagt Heinrich Lünenschloß, Teamleiter Digital Construction & BIM.

Wichtig ist für Köster, dass das Team der KI nicht blind vertrauen muss: Zu jeder Antwort verlinkt Kuro das Originaldokument, aus dem sie stammt. „Am Ende entscheide ich, was ich verwerte – somit bleibt die Kontrolle bei mir“, sagt Michelle Morasch aus dem Kalkulationsteam.

Die Ergebnisse

Für Köster zahlt sich das vor allem beim Risiko aus.

„Projektrisiken sind immer vorhanden, aber wir haben mit Kuro eine Möglichkeit gefunden, diese Projektrisiken einzudämmen“
André Triphaus-Woltermann Geschäftsführer und Technischer Vorstand der Köster Holding SE.
  • Mehr Projekte in der Pipeline: Köster kann heute eine größere Zahl von Projekten bearbeiten und die passendsten für das eigene Portfolio auswählen.
  • Mehr Zeit für die eigentliche Kalkulationsarbeit: Sondervorschläge und die Preisbildung stehen jetzt im Fokus der Kalkulationsarbeit.
  • Zeitersparnis: Laut einer Umfrage spart jeder Mitarbeiter in der Kalkulation durch Kuro im Durchschnitt sechs Stunden in der Woche ein.
  • Schritt zum digitalen Generalunternehmer: Auch öffentliche Ausschreibungen werden inzwischen mit Kuro vorbereitet und bewertet.

Wenn die Kuro-Gründer Lea Scherer und Jonas Minkler heute in Osnabrück über die Flure laufen, werden sie von vielen Personen erkannt und freundlich gegrüßt. Man kennt einander aus Terminen oder von den Schulungen, die Kuro im Haus gegeben hat. „Uns kann man auch immer über Teams anrufen, das machen auch viele. Diese Nähe und enge Zusammenarbeit ist uns sehr wichtig“, sagt Lea Scherer. 

„Köster macht nichts nur für den Hype. In der ersten Phase mussten wir uns auf historischen Projekten beweisen, dass wir Sachen rausgefunden haben, die sie selbst nicht gefunden haben. So haben wir uns ihr Vertrauen erarbeitet.“
Lea Scherer Co-Geschäftsführerin von Kuro
Lea Scherer, Co-Geschäftsführerin von Kuro